Lebensraum bis in den Spätsommer

Rainfarn<br />
Kraut

Der Rainfarn bildet kräftiges Kraut aus und wächst aufgrund der Ausbildung von Wurzelrhizomen in Gruppen.

Rainfarn (Tanacetum vulgare)

Er ist eine mehrjährige Wildpflanze aus der Familie der Korbblütler (Asteraceae) und kommt in Mitteleuropa häufig vor. Die ausdauernde Pflanze bildet Wurzelrhizome aus, über die sie sich zusätzlich zur generativen Vermehrung durch

Blüte der Rainfarns

Der Rainfarn bildet zahlreiche Blütenkörbchen aus, die aus vielen gelb leuchtenden Röhrenblütchen bestehen und charakteristischerweise ohne umliegende Zungenblüten aufgebaut sind.

Aufgrund der sehr kurzen Röhrenblüten können viele Insekten leicht auf den Pollen und Nektar der Pflanze zugreifen. Dabei bietet sie insbesondere Insekten mit kurzen Mundwerkzeugen ein reichhaltiges Nahrungsangebot. Die Vollblüte des Rainfarns erstreckt sich meist von Juli bis September.

Rainfarn

Die Blüte des Rainfarn bildet viele kleine Blütenkörbchen aus, die für Insekten leicht zugänglich sind.

Nützlinge und der Rainfarn

Rainfarn-im-Blühstreifen

Rainfarn im Blühstreifen 

Die vielen Blütenkörbchen bieten reichlich Pollen für Schwebfliegen, Florfliegen, Parasitoiden, Marienkäfer sowie räuberische Wanzen, Thripse und Milben. Auch viele wilde Bienenarten besuchen den Rainfarn gerne. Zudem sind einige Raupen von Faltern wie der Rainfarn-Mönch oder der Smaragdspanner spezialisiert auf die Pflanze. Ein weiteres Merkmal, das die Pflanze zu einer hervorragenden Art zur Förderung der natürlichen Schädlingsregulierung macht, ist, dass sie als Wirtspflanze für spezialisierte Blattläuse dient. Dies mag zunächst widersprüchlich erscheinen, doch die auf ihr lebenden Blattläuse sind keine Arten, die auf Kulturpflanzen übergehen und dort Schaden anrichten. Diese spezifischen Blattläuse sind für die Populationsentwicklung von Nützlingen, die auf Blattläuse angewiesen sind, von großer Bedeutung, beispielsweise weil sich die Larven von Parasitoiden in den Blattläusen entwickeln. Auf diese Weise stellt der Rainfarn mit seinen für Kulturpflanzen unschädlichen Blattläusen auch nach der Ernte eine Entwicklungsgrundlage für Parasitoidenlarven bis weit in den Sommer hinein bereit.