Gewöhnlicher Natternkopf
Nektarquelle bis in den Herbst hinein
Der Natternkopf bildet im ersten Jahr eine Blattrosette aus.
Gewöhnliche Natternkopf (Echium vulgare)
Er ist eine einheimische, zweijährige, winterharte Pflanze und gehört zu den Raublattgewächsen (Boraginaceae). Der Gewöhnliche Natternkopf, auch Stolzer Heinrich oder Himmelsbraut genannt, ist in Europa weit verbreitet und wächst auf gut durchlässigen, sandigen, trockenen und eher nährstoffarmen Böden. Im ersten Jahr bildet der Gewöhnliche Natternkopf eine Blattrosette aus, die zum Teil leicht behaart aussehen kann. Die Wuchshöhe liegt meist zwischen 25 und 90 cm. Er bildet eine bis zu 80 cm (vereinzelt sogar bis zu 2,5m) lange Pfahlwurzel, weshalb er Trockenheit gut verträgt.
Blüte des Natternkopfs
Der Blütenstand des Gewöhnlichen Natternkopfs verteilt sich an mehreren gerade nach oben wachsenden Stängeln. Die Blüten wachsen ein- oder zweireihig an einfachen Verzweigungen vom Stängel ab. Die Staubblätter stechen weit aus der leuchtend blauen Blüte heraus.
Neben dem hier angebotenen Pollen bietet der Natternkopf seinen Besuchern viel Nektar und wird deshalb viel von Insekten aufgesucht. Der Natternkopf blüht vom Juni bis spät in den Oktober hinein.
Die Blüte des Natternkopf ist durch die leuchtend blaue Farbe ein echter Hingucker.
Nützlinge und der Natternkopf
Der Natternkopf prägt durch seine lange Blütezeit den Blühstreifen bis in den Herbst hinein.
Durch seinen besonders zuckerhaltigen und sehr reichhaltigen Nektar (bis zu 60% Zucker) lockt der Natternkopf eine Vielzahl von Wildbienen – z. B. Mauerbienen, Mörtelbienen und Pelzbienen – sowie verschiedene Schmetterlingsarten an, darunter den Schwalbenschwanz, Weinschwärmer und Zitronenfalter.
Von den Nützlingen besuchen unter anderem Schwebfliegen, Marienkäfer und Florfliegen den Gewöhnlichen Natternkopf und nutzen ihn als Nektarquelle. Verschiedene Schlupfwespen und Brackwespen, die Schädlinge parasitieren, besuchen die Pflanze ebenfalls zur Nahrungsaufnahme.


