Wiesen-Margerite
Der Magnet für Nützlinge
Margerite mit Schwebfliege
Fettwiesen-Margerite (Leucanthemum ircutianum)
Sie ist eine mehrjährige krautige Pflanze aus der Familie der Korbblütler (Asteraceae). Sie kommt häufig in Europa vor und bevorzugt nährstoffreiche Wiesen, Weiden und Brachflächen. Ihre Schwester, die Magerwiesen-Margerite (Leucanthemum vulgare), lässt am Namen schon verraten, dass sie eher magerere und nährstoffärmere Standorte bevorzugt.
Die Wiesen-Margerite verbreitet sich über die Ausbildung vieler kleiner Samen sowie über Rhizome. Nach der Aussaat bildet sie zunächst eine Rosette, die bei der Spätsommeraussaat problemlos überwintert. Im Frühjahr beginnt die Rosette direkt zu wachsen und bildet die ersten Blüten bereits Ende Mai/Anfang Juni aus. Die Pflanze kann je nach Standortbedingungen und Lichtverhältnissen 20 bis 120 cm oder noch höher wachsen.
Blüte der Wiesen-Margerite
Die Korbblüten der Wiesen-Margerite werden bis zu 5 cm breit und bestehen aus einem gelben Blütenkorb aus Röhrenblüten, die umrundet werden von einer Vielzahl weißer Zungenblüten. Die Wiesen-Margerite bietet ihren Besuchern besonders viel Pollen, der durch den offenen Blütenaufbau leicht zugänglich ist. So können vor allem auch Insektenarten mit kleinen Mundwerkzeugen, wie bei vielen Nützlingsinsekten, von der Pflanze profitieren. Ihre Blütezeit, die meist im Mai oder Juni beginnt, erstreckt sich in den September und kann bis Oktober gehen. Verliert die Blüte ihre weißen Zungenblüten, sodass die Pflanze verblüht wirkt, können die gelben Körbchen immer noch Pollen für Insekten bereithalten.
Margerite mit Kamillen-Mönch-Raupe
Nützlinge und die Wiesen-Margerite
Margerite im Blühstreifen
Aufgrund ihres leicht zugänglichen Pollens spielt die Wiesen-Margerite eine wichtige Rolle bei der Versorgung der Nützlingsinsekten mit Pollen.
Starke Schädlingsbekämpfer wie der Marienkäfer, die Schwebfliegen oder die Florfliegen besuchen die Mageriten und können dank der frühen Blüte schon zeitig auf den stärkenden Pollen zugreifen.
Auch Raubwanzen, Raubthripse und Raubmilben profitieren von der Pflanze.


